Nach einer viel zu kurzen Nacht verlassen wir unsere Unterkunft „pünktlich“ 11:08 nachdem mal wieder jemandem kurz bevor wir los mussten einfällt, dass die Wurst doch ganz dringend noch drückt.

Mit dem Shinkansen fahren wie heute nach Hiroshima. Ein wenig mulmig ist mir dabei schon zumute, wissend der Geschichte der Stadt.

Wir gönnen uns noch ein schickes Ekiben bevor wir in den Zug steigen und fahren los. Die Fahrt verläuft sehr ruhig und super pünktlich. In Deutschland unvorstellbar. Irgendwo drinnen schlafe ich aufgrund des Schlafmangels ein und ehe wir uns versehen sind wir auch schon in der Stadt des Friedens: Hiroshima.

Nach etwas verwirrung wie wir zum Bus kommen checken wir prompt in unsere Unterkunft ein. Sie ist etwas älter und die Couch sieht so aus, als hätte sie alle Krankheiten der Welt in sich aufgenommen, aber wir lassen uns davon nicht unterkriegen. Viel spannender war die Frage, welche Schnarchnasen wo schlafen werden, aber auch das wird schnell geklärt.

Hans erzählt uns dann, gegen 16 Uhr, dass wohl heute der letzte Tag des Festivals des Friedens ist und ich bin sofort absolut gehyped. Scheinbar gibt es dort sogar Yosakoi Tänze die ich unfassbar gerne Mal sehen würde. Also dränge ich darauf, dass wir uns schnellstmöglich dorthin aufmachen, damit wir eventuell noch etwas mitbekommen. Leider wird meinem Anliegen nicht (genug) Gehör geschenkt und wir laufen wohl erst Mal zu einem Hügel hinter dem Haus um uns einen Überblick zu verschaffen. Mir wird versichert, dass das nicht so lange dauert und wir dann eh schnell dorthin kommen. Die Gruppe lässt sich aber ständig ablenken, fotografiert oder genießt die Aussicht. Meiner Meinung nach haben wir noch genügend Tage diesen Hügel direkt hinter der Unterkunft zu untersuchen, aber ich sehe das scheinbar als einziger so. Nach längerem drängeln und ganze 2 Stunden später kehren wir dann endlich am Boulevard des Friedens ein, sehen aber nur noch zu wie die food court stände langsam ihr letztes (leckeres) essen verkaufen und langsam abbauen. Schade.

Wir gehen noch zur Friedensblume am Friedenspark, ein wirklich sehr hübsches Ding. Nachdem wir den Friedenspark noch bei Nacht begutachtet haben bekommen wir Hunger und kehren ins Baku ein, was für Shashimi und Sushi ein wahrer Gaumenschmaus ist. Besonders die Bedienung fiel uns sehr positiv auf. Sie war sehr aufgeschlossen und interessiert daran, wo wir herkommen und was wir machen. Wir haben uns sehr gut aufgehoben gefühlt.