Ein Reiseblog

Autor: Basti (Seite 2 von 4)

Kapitel 2 – Tag 2 – Die Stadt des Friedens Hiroshima

Nach einer viel zu kurzen Nacht verlassen wir unsere Unterkunft „pünktlich“ 11:08 nachdem mal wieder jemandem kurz bevor wir los mussten einfällt, dass die Wurst doch ganz dringend noch drückt.

Mit dem Shinkansen fahren wie heute nach Hiroshima. Ein wenig mulmig ist mir dabei schon zumute, wissend der Geschichte der Stadt.

Wir gönnen uns noch ein schickes Ekiben bevor wir in den Zug steigen und fahren los. Die Fahrt verläuft sehr ruhig und super pünktlich. In Deutschland unvorstellbar. Irgendwo drinnen schlafe ich aufgrund des Schlafmangels ein und ehe wir uns versehen sind wir auch schon in der Stadt des Friedens: Hiroshima.

Nach etwas verwirrung wie wir zum Bus kommen checken wir prompt in unsere Unterkunft ein. Sie ist etwas älter und die Couch sieht so aus, als hätte sie alle Krankheiten der Welt in sich aufgenommen, aber wir lassen uns davon nicht unterkriegen. Viel spannender war die Frage, welche Schnarchnasen wo schlafen werden, aber auch das wird schnell geklärt.

Hans erzählt uns dann, gegen 16 Uhr, dass wohl heute der letzte Tag des Festivals des Friedens ist und ich bin sofort absolut gehyped. Scheinbar gibt es dort sogar Yosakoi Tänze die ich unfassbar gerne Mal sehen würde. Also dränge ich darauf, dass wir uns schnellstmöglich dorthin aufmachen, damit wir eventuell noch etwas mitbekommen. Leider wird meinem Anliegen nicht (genug) Gehör geschenkt und wir laufen wohl erst Mal zu einem Hügel hinter dem Haus um uns einen Überblick zu verschaffen. Mir wird versichert, dass das nicht so lange dauert und wir dann eh schnell dorthin kommen. Die Gruppe lässt sich aber ständig ablenken, fotografiert oder genießt die Aussicht. Meiner Meinung nach haben wir noch genügend Tage diesen Hügel direkt hinter der Unterkunft zu untersuchen, aber ich sehe das scheinbar als einziger so. Nach längerem drängeln und ganze 2 Stunden später kehren wir dann endlich am Boulevard des Friedens ein, sehen aber nur noch zu wie die food court stände langsam ihr letztes (leckeres) essen verkaufen und langsam abbauen. Schade.

Wir gehen noch zur Friedensblume am Friedenspark, ein wirklich sehr hübsches Ding. Nachdem wir den Friedenspark noch bei Nacht begutachtet haben bekommen wir Hunger und kehren ins Baku ein, was für Shashimi und Sushi ein wahrer Gaumenschmaus ist. Besonders die Bedienung fiel uns sehr positiv auf. Sie war sehr aufgeschlossen und interessiert daran, wo wir herkommen und was wir machen. Wir haben uns sehr gut aufgehoben gefühlt.

Kapitel 1 – Tag 1 – Osaka

Wie zu erwarten, konnte ich in meiner neuen Umgebung nicht besonders gut schlafen. Die erste Nacht ist immer besonders schlimm. Gegen 5:30 wache ich auf und fühle mich erstaunlich ausgeschlafen. Unser Plan den Jetlag zu umgehen, indem wir bis Abends durchhalten scheint aufgegangen zu sein.

Ich mache meine japanisch Übungen im Bett und löse einen kleinen Bug in meiner App. Genug getan für heute. Daraufhin werde ich auch noch mal müde und gegen 8:30 kommen auch die ersten Schnarchnasen die Treppe hinunter. Unser Haus hat nämlich 3 Etagen mit verflucht steilen Treppen. Classic Japan.

Wir entschließen uns erst Mal im Family mart (24h laden mit Lebensmitteln die es hier an jeder Ecke gibt) famichicken zu ballern, bevor wir uns mit der U-Bahn auf zu einem Onigiri-Spezialitäten-Laden. Angekommen sehen wir direkt eine Schlange mit vielen Japanern, idr. ein sehr gutes Zeichen. Der Laden ist sehr klein, gerade mal 10 Leute haben darin Platz und man sitzt direkt hinter dem Tresen, hinter dem das Essen zubereitet wird. Unsere Gruppe wird zerrissen, da wir nur einen 3er und einen 2er Platz bekommen. Ich darf als erst es mit Gebbi und Adrian rein während Hans und Kami die Tür vor der Nase zugemacht bekommen. Sorry Leute, im Krieg und beim Essen ist alles erlaubt.

Wir setzen uns du dritt an eine Ecke im Laden und geben die Bestellung wieder die wir bereits mit Menu in der Hand vorm Laden in der Schlange ausgefochten haben. Die Onigiri sind wirklich quasi durchweg fantastisch und ein richtiger Schmackofatz. Besonders den zum Herz gefalteten Strohhalm im Getränk finde ich klasse.

Ordentlich gestärkt warten wir darauf, dass Kami und Dragon auch mit ihren Onigiri fertig werden und dann geht es ab zu einer sehr ruhigen Einkaufsmeile.

Besonders ein kleiner Matcha Laden fällt mir is Auge an dem ich einfach nicht vorbeilaufen kann. Ungeachtet dessen, dass die Gruppe voranschreitet, betrachte ich das Schild. „Matcha & Peach Latte.“ Ich fasse mir ein Herz und sage der Verkäuferin auf japanisch, dass ich eine Milch Allergie habe. Diese empfiehlt mir, die Hafermilch (die ich komplett übersehen hab) zu nehmen und ich nehme das Angebot dankend an. Nebenbei erwähne ich, dass das Schild an der Wand aussieht, als würde es gleich runterfallen und sie bedankt sich. Während sie mein Getränk zubereitet und mir ein paar Fragen stellt was ich darin haben möchte, zeigt sie erstaunen darüber, wie gut mein japanisch ist und ich bekomme mein erstes „Nihongo jouzu“ diesen Urlaub. \o

Wir erkunden die Umgebung noch ein wenig und finden u.a. einen kleinen süßen Schrein, bevor wir uns zu einem deutlich größeren Markt aufmachen bei dem wir neben Messern für die Hochzeit zu der Adrians eingeladen ist auch Anime-Merch im Blick haben.

Direkt im ersten Messer Laden sehe ich ein paar schöne Sentaku. Also normale Küchenmesser. Ich wollte schon lange mal ein richtig schönes Kochmesser haben. Nach etwas hin und her finde ich eines, was mir zusagt und sich nicht zu teuer anfühlt und ich schlage zu. Ich bin sehr gespannt, wie es sich im Alltag anfühlen wird.

Nach dem ersten Messer Laden finden wir eine Fressmeile mit ganz vielen Läden. Vom Geruch bezirzt und der Reitüberflutung geblendet, kaufen wir auf ein mal für 12000yen (60-70€) 2 fleischspieße und 5 Stück Sushi. Klar die Zutaten sind als hochwertig angepriesen, aber uns wird sehr schnell klar, dass wir gerade in eine Touristenfalle getappt sind. Diese Erfahrung wird insbesondere Gebbi, der für uns bezahlt hat, die nächste Tage noch verfolgen. Na ja. Lehrgeld sag ich mal.

Nach ein paar mehr Läden wird Adrian auch mit seinen Messern fündig und wir stolpern in einen Anime-Merch Store. Ich sehe direkt Frieren Merch und bin völlig weggeblasen. Dann Bocchi, dann Yuru-Camp, dann Girls Band Cry… und sehe wie meinem Geld langsam Flügel wächst. Die Ausbeute konnte ich noch etwas eindämmen. Es ist immerhin nur der erste offizielle Tag in Japan.

Nachdem wir den gesamten Tag auf Achse waren, werde ich langsam müde. Ich erwäge einfach selbst nach Hause zu gehen aber entscheide mich doch, noch ein wenig bei den anderen zu bleiben. Nicht die beste Entscheidung, da es noch 2 Stunden dauern sollte, bis diese zufrieden mit ihrer Shopping Tour waren.

Auf dem Heimweg verfahren wir uns noch ein mal fett, was leider auf meine Kappe geht, aber wir schaffen es dann doch, anzukommen.

Zum Abschluss des Tages wollen wir noch Sukemen essen gehen. Beim bestellen vorm Laden bin ich dann jedoch der einzige, der es schafft, diese zu bestellen, da der rest vom japanischen Menü und Fehlkommunikation in der Gruppe so verwirrt ist, dass es am Ende doch 4x Ramen geworden sind. Geschmeckt hat uns es allen dennoch sehr gut.

Wieder zu Hause angekommen machen wir uns endlich ins Bett. Der Tag hätte hier auch enden sollen, aber aufgrund eines sehr spannenden Themas haben wir uns bis nachts um 3 verquatscht bevor wir wirklich endlich ins Bett sind…

Der Blog hat gerade ein upload Limit von 2 mb weshalb ich kaum Bilde hochladen kann, ich hoffe ich kriege das morgen gelöst.

Kapitel 1 – Tag 0 – Flug und Ankunft in Osaker

Ich wurde gegen 7:15 wach und nach etwas hin und her quälen war ich dann zusammen mit den anderen 8 Uhr Einsatzbereit. Adrian machte unterdessen bereits den Flughafen unsicher und betrieb Aufklärung. Erstaunt hat mich der check-in der großen Gepäckstücke. Keine speziellen Bänder pro Airline, keine langen Schlangen. Nur eine Machine in der man seinen Boarding Pass scanned und die das Ding in das richtige Flugzeug mitnimmt. Sˆo lob ich mir das!

Nachdem wir alle Hürden im Flughafen genommen haben, hatten wir noch etwas Zeit uns völlig überteuert es Frühstück zu besorgen. Beim Kampf zwischen „Ich will nicht so viel für ein einzelnes Sandwich (16,90) ausgeben“ und „ich möchte nicht schon wieder zu Burger King“ hat letzten Endes für den ein oder anderen doch wieder Burger King gewonnen.

Beim Boarding wird mir dann doch wieder mulmig, besonders die Minuten vor dem und der Start selbst machen mich immer ziemlich nervös, aber ich fühle mich insgesamt ruhiger, als beim Flug vor 3 Jahren.

Im Flugzeug sitze ich in der Mitte zwischen Gebbi und Dragon während Adrian rechts hinter uns und Dragon direkt hinter uns sitzt.

Das letzte Mal nach Japan fliegen hatte ich Versucht Switch zu spielen und mich mit meinem Handy abzulenken, aber das ging gewaltig in die Hose, als ich schlimme Nackenschmerzen bekam. Daher habe ich mir dieses Mal folgende Dinge überlegt:

Das Handy vor mich hin mit der Tastatur auf dem Schoß funktioniert erstaunlich gut und auch mit der self-Made Handy-VR-Brille bin ich sehr zufrieden, dass ich komplett Nackenschonend schauen kann.

Sonst waren die 12 Stunden nach Taipei insbesondere einfach lang. Wenn auch aushaltbar.

In Taipei angekommen gönnen wir uns erst Mal ordentlich Beef Nudelsuppe und Dumplings. Ich teile mir mein Essen mit Adrian, wir kaufen beide für 2… Wir sind nach Pappsatt und uns schwant böses: Im Anschluss Flugzeug gibt es direkt wieder Essen. Ich gebe mein bestes und esse zumindest den Großteil des Airline Mittagessens.

Dann ist es endlich so weit. Touchdown in Osaka. Mir fällt auf, dass der Flughafen in das Meer gebaut wurde, ein wunderschöne Anblick, der besoner bei der Fahrt im Zug zur Geltung kommen sollte, doch zunächst müssen wir noch Sachen klären… Esim installieren, man möchte ja erreichbar sein. Suica (Icoca) kaufen damit man bequem das japanische U-Bahn System benutzen kann. Den Rail pass, den wir bereits abgeholt haben, abholen. Immer wieder Probleme: Mal geht jemand verloren (HUSThansHUST), mal wird die Kreditkarte vom Automaten nicht mehr erkannt, mal müssen wir zich mal alle unsere 5 Pässe scannen nur damit es beim 3 oder 4. Scan abbricht. Dann der Kampf mit der Müdigkeit damit wir spät noch müde sind und den Jetlag ausschlafen können… Nach über 3 Stunden vom Flughafen kommen wir dann alle sichtlich gereizt und völlig fertig in der Unterkunft an. Es ist zumindest alles in Ordnung soweit. Wir Duschen alle und gehen noch mal etwas einkaufen und zu coco Curry. Die Stimmung hebt sich wieder etwas und wir gehen nach über 30 Stunden Wach gegen 20 oder 21 Uhr endlich ins Bett. Ich bin gespannt wie es mir morgen geht.

Bilder laden ich morgen hoch. xD

Japang 2026 – Tag -1

Es ist wieder soweit. Das letzte Mal im September 2023 mache ich mich wieder auf nach Japan. Dieses Mal mit in einer chaotischen Gruppe von 5 in der allerlei schabernack und ganz viel Spaß vorprogrammiert ist.

Besonders Adrian hat sehr viel und gute organisatorische Arbeit geleistet, sodass alle wichtigen Rahmenbedingungen bereits geklärt sind.

Da unser Flug am Frankfurter Flughafen 11:15 geht, haben wir uns entschieden, bereits am Vortag mit einem Mietwagen (der sogar mit Sprit weniger gekostet hat, als die Bahn) anzureisen. Die Aufregung spüre ich zu dieser Zeit aber noch nicht, nur den Stress keine Urlaubsvorbereitungen oder das ein oder andere wichtige Item zu vergessen.

Gegen 14:00 werde ich also von Hans und Gebbi mit dem Auto abgeholt und wir treten unsere Fahrt in einem High-Tech VW Passat an. Mehrfach muss ich für Hans irgendwelche Meldungen am viel zu großen Tablet weg klicken, damit er ungestört fahren kann. Aber nicht bevor ich nicht die Massagefunktion am Sitz eingestellt habe. Der Massage gebe ich eine 4/10, kann man machen, muss man aber nicht.

Nach einer relativ ereignislosen Fahrt und einem Zwischenstopp bei einem Burger King kommen wir endlich beim Hotel an und checken ein.

Ein paar Minuten später kommt auch Kami an und wir sind für den Tag vollzählig, Adrian kommt erst am Morgen des Fluges an. Wir beschließen gemeinsam den Wagen abzugeben und noch etwas im Flughafen zu essen, während wir uns überlegen wie wir überhaupt wieder zum Hotel Zurückkommen… Ein persönliches Highlight von mir: Etwas entfernt von uns sitzen 3 Japanerinnen welche sich lautstark und in typischer japanischer Manier mit ganz viel „Ehhhhhh-“ und „Majiii?!“ Im Minutentakt unterhalten. Mir entlockt es dabei jedes mal ein breites grinsen.

Eine kleines Abenteuer in den Backrooms des Flughafens und einer S-Bahn Fahrt später, finden wir uns im Hotel wieder und schließen gemeinsam in meinem Zimmer den online check-in für Japan ab. Es kann los gehen.

Kapitel 7.2+7.3 – Akihabara und die Maids

Wir schlafen aus und gehen relativ spät zum Frühstück. Eventuell etwas zu spät. Der Frühstucks-Raum für das Hotel mit ca. 100 Zimmern hat gerade Mal 10 Sitzplätze und so gut wie jede schüssel des Buffets ist leer. Autsch. Na gut etwas Teriyaki Chicken ist noch da und auch ziemlich gut, also nicht weiter drüber nachdenken und zum eigentlichen – und letzten – Programmpunkt der Reise: Akihabara.

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Gestern sind wir bereits probeweise durch Akihabara spaziert, aber heute und morgen wollen wir unser letztes Geld Rausblasen. Das zurück wechseln würde zumindest mit sehr viel Verlust einhergehen und lohnt nur sehr bedingt durch Gebühren und aktuellen Kurs.

Wir stellen erstaunt fest, dass Akihabara Sonntags scheinbar völlig den Fußläufigen gehört. Das macht das Erkunden beider Straßenseiten deutlich einfacher. Unsere Interessen sind jeweils sehr unterschiedlich. Der eine möchte lieber Modellbau, der andere mehr Anime oder einfach jeden Laden in jedem noch so kleinen Winkel entdecken. Wir teilen uns also auf, so hat jeder seine ganz persönliche Akihabara Erfahrung.

Im Verlaufe des Tages stolpere ich also so von Laden zu laden. Als Mensch der sehr sensibel Gegenüber sensorischen Eindrücken ist, stellen die blinkenden und endlos vielen bunten Schilder und lauten Geräusche eine Herausforderung dar. Besonders am Anfang schaue ich mir noch viele Figurenläden an, finde auch viele hübsche und gut gemachte Figuren sogar von Anime die ich gut finde, aber leider hat mir das Aufstellen von Figuren noch nie viel Freude bereitet.

Beim durch die Gassen stöbern finde ich eine kleine Rolltreppe die mich einlädt sie zu nehmen. Bereits auf halber höhe sehe ich Boccher hinter einer Glasvitrine. Ein schönes Poster steckt zwischen 2 durchsichtigen gummiartigen Halterungen in der Luft fest, ein weiterer Greifautomat. Ich will es haben. Also 100 Yen Münzen rein und auf geht’s. Nach ein paar versuchen kommt ein Mitarbeiter des Ladens zu mir und zeigt mir, wie das Spiel tatsächlich schaffbar ist. Man muss nämlich mit einer der Kranspitzen auf das Paket drücken. Nach mehreren Dutzend erfolglosen Versuchen kommt der Mitarbeiter dann noch einmal… und packt das Paket für mich etwas weiter runter. Tfw pitty system kickt. Kurz bevor es runterfällt gehen mir dann auch noch dir 100 Yen Münzen aus. Die machine ist genau hinter mir, aber ich habe Angst, dass sich jemand dran stellt und mir meinen Sieg nimmt. Ein paar Mal geschaut das gerade niemand da ist und schnell zum Automaten zum wechseln. Endlich schaffe ich es und halte mein Poster in den Händen. Der freundliche Mitarbeiter kommt erneut und gibt mir eine Tüte. Ich verlasse glücklich den Laden.

Plötzlich sehe ich, wie einer von uns Merch für einen Anime hat den ich sehr feiere: Yurucamp. Ich mache mich also sofort auf in den Laden. Dort angekommen komme ich auch nicht mehr aus dem stauen raus. Besonders „Made in Abyss“, „Bocchi the Rock“ und „Yurucamp“ haben eigene kleine, oder große Ecken und mir geht das Herz auf. In etwa in derselben Geschwindigkeit wie mein Herz aufgeht wird auch mein Geldbeutel leichter. Ich bin sehr glücklich mit meinen Einkäufen.

Danach finde ich ein riesiges Arcade in dem ich zunächst nur reingehe, weil ich sonst nichts besseres zu tun hatte. Dann sehe ich zufällig wie jemand in einen Fahrstuhl geht und gehe einfach Mal mit rein. Auf der Schalttableau sehe ich, dass es hier einige Etagen gibt. Retro… Nice!

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Danach fahre ich in meine Lieblingsetage: Rythm-Games. Wir hatten bereits im großen Kaufhaus vor knapp 2 Wochen ein Mal eins ausprobiert aber eine komplette Etage ist wirklich cool. Ich setze mich an einen Automaten mit Touchscreens bei dem man mitten im Song öfter die Hände in der Luft halten muss und spiele ein paar meiner Lieblingssongs aus Anime und co.

Langsam habe ich wieder Hunger und wir treffen uns wieder bei Mos Burger, es gibt nämlich noch einige Burger, die getestet werden wollen. U.a. der Tsukimi Burger, mit einem Würstchen und Ei mit flüssigem Eigelb. Auch wieder sehr lecker.

Danach sind wir ganz schön alle und ruhen uns auf unseren Zimmern aus. Bis auf eine Person, die ist nämlich weiter am entdecken und wir werden sie bis zum nächsten morgen nicht Wiedersehen.

Nachdem wir uns ein paar Stunden im Hotel ausgeruht haben, haben wir Lust auf Yakisoba. Ich persönlich gehe vorher noch ein wenig auf Erkundung und entdecke eine lange Schlange vor einem Bubble Tea Laden. Ich nehme mir den Ratschlag zu Herzen, sich einfach Mal da anzustellen, wo viele Leute stehen. Ich werde mit dem besten Bubble Tea meines Lebens belohnt.

Ein sehr guter Mix aus Maracuja und Mango mit crunchy Perlen und sehr leckerem Jelly zum drauf rum kauen. Ich suche mir eine ruhige Ecke und genieße meinen Drink.

Beim Yakisoba, der eigentlich ein Okonomiyaki Laden ist, sitzen wir dann mit anderen Ausländern in einer langen Schlange. Es lohnt sich aber zu warten, die Yakisoba die wir bekommen sind köstlich, die Mitarbeiter sehr freundlich und die Präsentation gut.

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Danach suchen wir noch einen Laden in dem wir Alkohol trinken und eventuell mit der hiesigen Population etwas ins Gespräch kommen können. Leider bleibt es aber bei insgesamt 6 Getränken zwischen 2 Personen und wir begeben uns zurück ins Hotel.

Bevor wir schlafen gehen, tauschen wir uns noch ein wenig aus. Jeder hat ähnliche aber auch sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. So hat einer von uns in der hinteren Ecke eines Ladens eine versteckte Treppe zu einem Geschäft gefunden, das reale menschliche Exkremente verkauft. Wir haben also wahrlich die Höhen und besonders den Abgrund des Bezirks gesehen.


Am nächsten Morgen bin ich vom Alkohol leicht angeschlagen. Das Frühstück läuft jedoch wesentlich besser. Scheinbar sind Sonntag alle abgereist, daher gab es deutlich mehr Auswahl die auch durchaus schmackhaft ist.

Bis kurz vor 13 Uhr ruhen wir uns alle noch in unseren Zimmern aus. Der Vorherige Tag hat seine Spuren hinterlassen. Wir sind also zum Event des Tages wieder fit: Das Maid Cafe Maidreamin. Im voraus gebucht mussten wir nur noch erscheinen.

Das Mädchen im Maid Kostüm stellt sich uns als Nyan Nyan vor. Eine Anspielung auf das Geräusch das Katzen machen. Scheinbar soll man sie nur mit den Händen oben und in Katzensprache anreden. Wir werden an unseren Platz gebeten. Es ist alles sehr bunt. Die Maids geben ihr bestes um eine sehr fröhliche (oder aufgedrehte) Atmosphäre zu erschaffen. Es ist sehr gut besucht, die 5 Maids im Laden haben alle Hände voll zu tun. Unsere Gefühle sind sehr unterschiedlich. Einer weiß jetzt bereits, dass das nichts für ihn ist, der andere genießt es in vollen Zügen und der Ich weiß nicht so Recht. Ich beschließe das Skript einfach mitzuspielen und das beste daraus zu machen. Wenn man es als Performance sieht, kann man schon seinen Spaß haben.

Nach einer Weile kommt eine Maid zu uns und fragt, was wir essen und trinken möchten. Wir nehmen zwei Mal das Reisomlette und ein Mal einen Bärenburger.

Jedes Mal wenn Getränke oder Speisen an unseren Platz kommen, werden wir zu einem kleinen Ritual aufgefordert um es „leckerer“ zu machen. Mit Gesten die an einen Bären erinnern oder Herzchen mit denen wir auf das Essen zeigen und sinnbildlich so etwas wie „Werde lecker“ rufen. Auf unser Omelette bekommen wir jeweils ein Bild gemalt von wieder einer anderen Maid. Wir beide wollen niedliche Anime Charaktere, hätten wohl aber eher Tiere wählen sollen:

Die Maid entschuldigt sich ein paar Mal, ich persönlich könnte das nicht Mal halb so gut und aus der Entfernung sieht es nicht so schlecht aus, also lasse ich jegliche Enttäuschung fahren. Das Essen ist auf jeden fall gut.

Mir fällt auch auf, dass der Rock der Maida besonders von hinten sehr kurz ist und wenn diese sich leicht nach vorne beugen um einem Tisch abzuräumen, man die sehr bunte „Unterwäsche“ sieht. Ich weiß nicht wie ich mich fühlen soll. Man könnte denken das Clientel ist damit eindeutig bekannt, jedoch finden sich auch einige Gruppen von jungen Frauen in dem Kaffee.

Wir dürfen auch noch einen Song für eine Live Performance auswählen und bei einer Lotterie mitmachen. Die Live Performance ist interessant, besonders, wenn man bedenkt, dass es 30 Songs gibt und sie wohl für jeden einen anderen Tanz drauf haben. Singen tun sie aber nicht selbst. Wir machen zumindest ordentlich mit und klatschen und feuern an. Während und nach dem Tanzen habe ich auch einen der wenigen Augenblicke in denen ich glaube kein Script, sondern tatsächlich Freude in den Blicken der Maids erspäht zu haben. Scheinbar tanzen sie wirklich gerne und sind auch dankbar dafür, wenn man die Performance würdigt.

Bei der Lotterie gewinnen wir ein Bild einer Maid, einen Button und ein Bild mit einer der Maids. Da wir alle bereits eines hatten darf ich sogar 2 machen.

Wieder unten angekommen reden wir noch Mal ausgiebig über das, was wir in einer Stunde erfahren haben. Mit dem Fazit: Durchaus Mal eine Erfahrung, muss man aber nicht unbedingt noch Mal machen. Wobei einer von uns dann doch Blut geleckt und noch am selben Tag ein weiteres Maid Cafe aufgesucht hat.

In den letzten Momenten des Abends gehen wir noch einmal durch ein paar Läden. In Mandarake finden wir ein paar second hand manga in guter Verfassung für 150 Yen das Stück, ich nehme direkt 5 mit.

Dann gehen wir noch Sushi in einem kleinen Laden essen zum Abschluss. Ein älterer Herr mit seiner Frau leiten den Laden. Das Sushi des Sushi Chefs ist vorzüglich. Wir sind nur nicht so sicher ob wir es in der richtigen Reihenfolge essen.

Auf dem Weg ins Hotel gönnen wir uns noch einen Crepe. Wir ruhen uns noch aus und packen all unsere Sachen. Zum glück schafft es ein jeder von uns, unter den 23 kg Gepäcklimit zu bleiben. Schwein gehabt.

Kapitel 7.1 – Der Abgrund

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Wir essen ein letztes Mal Frühstück und checken gemächlich aus dem Hotel aus. Die Fahrt zurück nach Tokyo verläuft, bis auf ein kleines Debakel im Shinkansen, bei dem wir die Koffer von anderen Leuten Umpacken mussten um Platz für unsere zu haben, ohne Probleme. Im Zug werden wir sogar Zeuge eines sich selbst aufwärmenden Bento, welches durch ziehen an einer Schnur beginnt Hitze zu erzeugen, sehr cool. Wir fragen uns ob das in Deutschland wohl erlaubt wäre.

An unserem Airbnb angekommen werfen wir kurz die schweren Koffer in die Wohnung und gehen wieder: Wir dürfen erst 16 Uhr wirklich rein, haben es aber erst 14:30.

Also schauen wir uns ein wenig die Umgebung an und buchen schon Mal ein Maid Cafe online, die Erfahrung wollten wir alle zumindest ein Mal gemacht haben.

Zurück im Airbnb teilen wir uns auf unsere Zimmer auf. Zunächst sind wir nur etwas angeekelt, aber der Unmut wächst. Überall liegen Haare auf dem Boden, sehr klebrige Staubschichten finden sich auf den Oberflächen von diversen Geräten, das Mobiliar ist sehr abgenutzt und alles in allem weicht die Wohnung schon sehr stark von den Fotos ab, dank derer wir sie gewählt haben. Wir lachen wie viel besser günstigere Orte auf unserer Reise waren und sind fassungslos. Wir entschließen uns nach etwas Überlegung in ein Hotel umzuziehen, hier fühlen wir uns wirklich nicht wohl. Damals gebucht haben wir Airbnb weil wir dachten, Hotels im Zentrum von Tokyo werden sicher nicht günstig sein, aber nach kurzem suchen werden wir fündig – in einem 3 Sterne Hotel mit einem ähnlichem Preis.

Im Hotel angekommen sind wir sehr froh, dass wir den Switch gemacht haben. Die Zimmer sind zwar klein aber sehr modern und alles was man braucht um sich wohlfühlen ist vorhanden. Sehr gut.

Kurzerhand suchen wir noch etwas zu essen. Wir entscheiden uns, nicht zuletzt auf drängen von Bekannten, für Mos Burger, einem hiesigen Burger Franchise. Auf dem Weg dorthin werden wir noch in ein Kunstgeschäft gelockt. Einer von uns sammelt Postkarten von allen Orten an denen wir waren, also wurde er davon angezogen wie eine Motte vom Licht. Wir sind jedoch froh den Verkäuferinnen nachgegeben zu haben. Wir finden wirklich schöne holographische Postkarten und ich rede ein wenig mit einer Verkäuferin. (Und bekomme mein 4. Nihongo Jouzu.)

Weiter zum eigentlichen Ziel: Wir sind alle sehr begeistert von den Burgern. Besonders die Soßen darauf finden wir sehr lecker und bekommen Lust, die Karte irgendwann Mal durchzuprobieren.

Nach dem Essen schauen wir uns noch ein wenig Akihabara an. Am auffälligsten sind die Maids welche im Abstand von 10m auf jeder Straßenseite von jeder größeren Straße stehen und nach Kundschaft suchen. Wir haben einen kleinen Kulturschock. So viele aus so vielen unterschiedlichen lokalen haben wir nicht erwartet. Einige verteilen nur Flyer, andere stehen mit einem Preis in Yen da. Der Preis ist die Tischgebühr, teilweise 20€, Getränke oder Essen nicht inklusive. Viele Studentinnen verdienen sich hiermit wohl ihre Studiengebühren. Die Auftritte der jungen Frauen reichen von desinteressiert auf ihr Handy schauen bis rufen und offen interessiert wirkende Passanten anquatschen. Wir haben gemischte Gefühle.

Wir finden einen Secondhand-Anime laden in dem es einige coole Sachen gibt, allerdings nichts was wir unbedingt haben müssen.

Nachdem wir uns Satt gesehen haben, treffen wir auf einen anderen Deutschen, der wohl schon ähnlich lange in Japan ist wie wir. Er ist Schlosser und kommt aus dem Ruhrpott. Eher an Autos interessiert erfahren wir von ihm viele interessante Details über die hiesige Szene. Hier fahren nämlich viele frisierte Autos herum, die komplett mit schönen Anime-Motiven verziert sind. Er selbst hat sogar beide Arme voll tätowiert mit sehr detailverliebten Anime-Motiven.

Wie unterhalten uns über eine Stunde bevor wir uns auf ins Bett machen. Morgen wollen wir uns Akihabara voll und ganz hingeben.

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