Ein Reiseblog

Monat: Mai 2026 (Seite 2 von 2)

Kapitel 2 – Tag 2 – Die Stadt des Friedens Hiroshima

Nach einer viel zu kurzen Nacht verlassen wir unsere Unterkunft „pünktlich“ 11:08 nachdem mal wieder jemandem kurz bevor wir los mussten einfällt, dass die Wurst doch ganz dringend noch drückt.

Mit dem Shinkansen fahren wie heute nach Hiroshima. Ein wenig mulmig ist mir dabei schon zumute, wissend der Geschichte der Stadt.

Wir gönnen uns noch ein schickes Ekiben bevor wir in den Zug steigen und fahren los. Die Fahrt verläuft sehr ruhig und super pünktlich. In Deutschland unvorstellbar. Irgendwo drinnen schlafe ich aufgrund des Schlafmangels ein und ehe wir uns versehen sind wir auch schon in der Stadt des Friedens: Hiroshima.

Nach etwas verwirrung wie wir zum Bus kommen checken wir prompt in unsere Unterkunft ein. Sie ist etwas älter und die Couch sieht so aus, als hätte sie alle Krankheiten der Welt in sich aufgenommen, aber wir lassen uns davon nicht unterkriegen. Viel spannender war die Frage, welche Schnarchnasen wo schlafen werden, aber auch das wird schnell geklärt.

Hans erzählt uns dann, gegen 16 Uhr, dass wohl heute der letzte Tag des Festivals des Friedens ist und ich bin sofort absolut gehyped. Scheinbar gibt es dort sogar Yosakoi Tänze die ich unfassbar gerne Mal sehen würde. Also dränge ich darauf, dass wir uns schnellstmöglich dorthin aufmachen, damit wir eventuell noch etwas mitbekommen. Leider wird meinem Anliegen nicht (genug) Gehör geschenkt und wir laufen wohl erst Mal zu einem Hügel hinter dem Haus um uns einen Überblick zu verschaffen. Mir wird versichert, dass das nicht so lange dauert und wir dann eh schnell dorthin kommen. Die Gruppe lässt sich aber ständig ablenken, fotografiert oder genießt die Aussicht. Meiner Meinung nach haben wir noch genügend Tage diesen Hügel direkt hinter der Unterkunft zu untersuchen, aber ich sehe das scheinbar als einziger so. Nach längerem drängeln und ganze 2 Stunden später kehren wir dann endlich am Boulevard des Friedens ein, sehen aber nur noch zu wie die food court stände langsam ihr letztes (leckeres) essen verkaufen und langsam abbauen. Schade.

Wir gehen noch zur Friedensblume am Friedenspark, ein wirklich sehr hübsches Ding. Nachdem wir den Friedenspark noch bei Nacht begutachtet haben bekommen wir Hunger und kehren ins Baku ein, was für Shashimi und Sushi ein wahrer Gaumenschmaus ist. Besonders die Bedienung fiel uns sehr positiv auf. Sie war sehr aufgeschlossen und interessiert daran, wo wir herkommen und was wir machen. Wir haben uns sehr gut aufgehoben gefühlt.

Kapitel 1 – Tag 1 – Osaka

Wie zu erwarten, konnte ich in meiner neuen Umgebung nicht besonders gut schlafen. Die erste Nacht ist immer besonders schlimm. Gegen 5:30 wache ich auf und fühle mich erstaunlich ausgeschlafen. Unser Plan den Jetlag zu umgehen, indem wir bis Abends durchhalten scheint aufgegangen zu sein.

Ich mache meine japanisch Übungen im Bett und löse einen kleinen Bug in meiner App. Genug getan für heute. Daraufhin werde ich auch noch mal müde und gegen 8:30 kommen auch die ersten Schnarchnasen die Treppe hinunter. Unser Haus hat nämlich 3 Etagen mit verflucht steilen Treppen. Classic Japan.

Wir entschließen uns erst Mal im Family mart (24h laden mit Lebensmitteln die es hier an jeder Ecke gibt) famichicken zu ballern, bevor wir uns mit der U-Bahn auf zu einem Onigiri-Spezialitäten-Laden. Angekommen sehen wir direkt eine Schlange mit vielen Japanern, idr. ein sehr gutes Zeichen. Der Laden ist sehr klein, gerade mal 10 Leute haben darin Platz und man sitzt direkt hinter dem Tresen, hinter dem das Essen zubereitet wird. Unsere Gruppe wird zerrissen, da wir nur einen 3er und einen 2er Platz bekommen. Ich darf als erst es mit Gebbi und Adrian rein während Hans und Kami die Tür vor der Nase zugemacht bekommen. Sorry Leute, im Krieg und beim Essen ist alles erlaubt.

Wir setzen uns du dritt an eine Ecke im Laden und geben die Bestellung wieder die wir bereits mit Menu in der Hand vorm Laden in der Schlange ausgefochten haben. Die Onigiri sind wirklich quasi durchweg fantastisch und ein richtiger Schmackofatz. Besonders den zum Herz gefalteten Strohhalm im Getränk finde ich klasse.

Ordentlich gestärkt warten wir darauf, dass Kami und Dragon auch mit ihren Onigiri fertig werden und dann geht es ab zu einer sehr ruhigen Einkaufsmeile.

Besonders ein kleiner Matcha Laden fällt mir is Auge an dem ich einfach nicht vorbeilaufen kann. Ungeachtet dessen, dass die Gruppe voranschreitet, betrachte ich das Schild. „Matcha & Peach Latte.“ Ich fasse mir ein Herz und sage der Verkäuferin auf japanisch, dass ich eine Milch Allergie habe. Diese empfiehlt mir, die Hafermilch (die ich komplett übersehen hab) zu nehmen und ich nehme das Angebot dankend an. Nebenbei erwähne ich, dass das Schild an der Wand aussieht, als würde es gleich runterfallen und sie bedankt sich. Während sie mein Getränk zubereitet und mir ein paar Fragen stellt was ich darin haben möchte, zeigt sie erstaunen darüber, wie gut mein japanisch ist und ich bekomme mein erstes „Nihongo jouzu“ diesen Urlaub. \o

Wir erkunden die Umgebung noch ein wenig und finden u.a. einen kleinen süßen Schrein, bevor wir uns zu einem deutlich größeren Markt aufmachen bei dem wir neben Messern für die Hochzeit zu der Adrians eingeladen ist auch Anime-Merch im Blick haben.

Direkt im ersten Messer Laden sehe ich ein paar schöne Sentaku. Also normale Küchenmesser. Ich wollte schon lange mal ein richtig schönes Kochmesser haben. Nach etwas hin und her finde ich eines, was mir zusagt und sich nicht zu teuer anfühlt und ich schlage zu. Ich bin sehr gespannt, wie es sich im Alltag anfühlen wird.

Nach dem ersten Messer Laden finden wir eine Fressmeile mit ganz vielen Läden. Vom Geruch bezirzt und der Reitüberflutung geblendet, kaufen wir auf ein mal für 12000yen (60-70€) 2 fleischspieße und 5 Stück Sushi. Klar die Zutaten sind als hochwertig angepriesen, aber uns wird sehr schnell klar, dass wir gerade in eine Touristenfalle getappt sind. Diese Erfahrung wird insbesondere Gebbi, der für uns bezahlt hat, die nächste Tage noch verfolgen. Na ja. Lehrgeld sag ich mal.

Nach ein paar mehr Läden wird Adrian auch mit seinen Messern fündig und wir stolpern in einen Anime-Merch Store. Ich sehe direkt Frieren Merch und bin völlig weggeblasen. Dann Bocchi, dann Yuru-Camp, dann Girls Band Cry… und sehe wie meinem Geld langsam Flügel wächst. Die Ausbeute konnte ich noch etwas eindämmen. Es ist immerhin nur der erste offizielle Tag in Japan.

Nachdem wir den gesamten Tag auf Achse waren, werde ich langsam müde. Ich erwäge einfach selbst nach Hause zu gehen aber entscheide mich doch, noch ein wenig bei den anderen zu bleiben. Nicht die beste Entscheidung, da es noch 2 Stunden dauern sollte, bis diese zufrieden mit ihrer Shopping Tour waren.

Auf dem Heimweg verfahren wir uns noch ein mal fett, was leider auf meine Kappe geht, aber wir schaffen es dann doch, anzukommen.

Zum Abschluss des Tages wollen wir noch Sukemen essen gehen. Beim bestellen vorm Laden bin ich dann jedoch der einzige, der es schafft, diese zu bestellen, da der rest vom japanischen Menü und Fehlkommunikation in der Gruppe so verwirrt ist, dass es am Ende doch 4x Ramen geworden sind. Geschmeckt hat uns es allen dennoch sehr gut.

Wieder zu Hause angekommen machen wir uns endlich ins Bett. Der Tag hätte hier auch enden sollen, aber aufgrund eines sehr spannenden Themas haben wir uns bis nachts um 3 verquatscht bevor wir wirklich endlich ins Bett sind…

Der Blog hat gerade ein upload Limit von 2 mb weshalb ich kaum Bilde hochladen kann, ich hoffe ich kriege das morgen gelöst.

Kapitel 1 – Tag 0 – Flug und Ankunft in Osaker

Ich wurde gegen 7:15 wach und nach etwas hin und her quälen war ich dann zusammen mit den anderen 8 Uhr Einsatzbereit. Adrian machte unterdessen bereits den Flughafen unsicher und betrieb Aufklärung. Erstaunt hat mich der check-in der großen Gepäckstücke. Keine speziellen Bänder pro Airline, keine langen Schlangen. Nur eine Machine in der man seinen Boarding Pass scanned und die das Ding in das richtige Flugzeug mitnimmt. Sˆo lob ich mir das!

Nachdem wir alle Hürden im Flughafen genommen haben, hatten wir noch etwas Zeit uns völlig überteuert es Frühstück zu besorgen. Beim Kampf zwischen „Ich will nicht so viel für ein einzelnes Sandwich (16,90) ausgeben“ und „ich möchte nicht schon wieder zu Burger King“ hat letzten Endes für den ein oder anderen doch wieder Burger King gewonnen.

Beim Boarding wird mir dann doch wieder mulmig, besonders die Minuten vor dem und der Start selbst machen mich immer ziemlich nervös, aber ich fühle mich insgesamt ruhiger, als beim Flug vor 3 Jahren.

Im Flugzeug sitze ich in der Mitte zwischen Gebbi und Dragon während Adrian rechts hinter uns und Dragon direkt hinter uns sitzt.

Das letzte Mal nach Japan fliegen hatte ich Versucht Switch zu spielen und mich mit meinem Handy abzulenken, aber das ging gewaltig in die Hose, als ich schlimme Nackenschmerzen bekam. Daher habe ich mir dieses Mal folgende Dinge überlegt:

Das Handy vor mich hin mit der Tastatur auf dem Schoß funktioniert erstaunlich gut und auch mit der self-Made Handy-VR-Brille bin ich sehr zufrieden, dass ich komplett Nackenschonend schauen kann.

Sonst waren die 12 Stunden nach Taipei insbesondere einfach lang. Wenn auch aushaltbar.

In Taipei angekommen gönnen wir uns erst Mal ordentlich Beef Nudelsuppe und Dumplings. Ich teile mir mein Essen mit Adrian, wir kaufen beide für 2… Wir sind nach Pappsatt und uns schwant böses: Im Anschluss Flugzeug gibt es direkt wieder Essen. Ich gebe mein bestes und esse zumindest den Großteil des Airline Mittagessens.

Dann ist es endlich so weit. Touchdown in Osaka. Mir fällt auf, dass der Flughafen in das Meer gebaut wurde, ein wunderschöne Anblick, der besoner bei der Fahrt im Zug zur Geltung kommen sollte, doch zunächst müssen wir noch Sachen klären… Esim installieren, man möchte ja erreichbar sein. Suica (Icoca) kaufen damit man bequem das japanische U-Bahn System benutzen kann. Den Rail pass, den wir bereits abgeholt haben, abholen. Immer wieder Probleme: Mal geht jemand verloren (HUSThansHUST), mal wird die Kreditkarte vom Automaten nicht mehr erkannt, mal müssen wir zich mal alle unsere 5 Pässe scannen nur damit es beim 3 oder 4. Scan abbricht. Dann der Kampf mit der Müdigkeit damit wir spät noch müde sind und den Jetlag ausschlafen können… Nach über 3 Stunden vom Flughafen kommen wir dann alle sichtlich gereizt und völlig fertig in der Unterkunft an. Es ist zumindest alles in Ordnung soweit. Wir Duschen alle und gehen noch mal etwas einkaufen und zu coco Curry. Die Stimmung hebt sich wieder etwas und wir gehen nach über 30 Stunden Wach gegen 20 oder 21 Uhr endlich ins Bett. Ich bin gespannt wie es mir morgen geht.

Bilder laden ich morgen hoch. xD

Japang 2026 – Tag -1

Es ist wieder soweit. Das letzte Mal im September 2023 mache ich mich wieder auf nach Japan. Dieses Mal mit in einer chaotischen Gruppe von 5 in der allerlei schabernack und ganz viel Spaß vorprogrammiert ist.

Besonders Adrian hat sehr viel und gute organisatorische Arbeit geleistet, sodass alle wichtigen Rahmenbedingungen bereits geklärt sind.

Da unser Flug am Frankfurter Flughafen 11:15 geht, haben wir uns entschieden, bereits am Vortag mit einem Mietwagen (der sogar mit Sprit weniger gekostet hat, als die Bahn) anzureisen. Die Aufregung spüre ich zu dieser Zeit aber noch nicht, nur den Stress keine Urlaubsvorbereitungen oder das ein oder andere wichtige Item zu vergessen.

Gegen 14:00 werde ich also von Hans und Gebbi mit dem Auto abgeholt und wir treten unsere Fahrt in einem High-Tech VW Passat an. Mehrfach muss ich für Hans irgendwelche Meldungen am viel zu großen Tablet weg klicken, damit er ungestört fahren kann. Aber nicht bevor ich nicht die Massagefunktion am Sitz eingestellt habe. Der Massage gebe ich eine 4/10, kann man machen, muss man aber nicht.

Nach einer relativ ereignislosen Fahrt und einem Zwischenstopp bei einem Burger King kommen wir endlich beim Hotel an und checken ein.

Ein paar Minuten später kommt auch Kami an und wir sind für den Tag vollzählig, Adrian kommt erst am Morgen des Fluges an. Wir beschließen gemeinsam den Wagen abzugeben und noch etwas im Flughafen zu essen, während wir uns überlegen wie wir überhaupt wieder zum Hotel Zurückkommen… Ein persönliches Highlight von mir: Etwas entfernt von uns sitzen 3 Japanerinnen welche sich lautstark und in typischer japanischer Manier mit ganz viel „Ehhhhhh-“ und „Majiii?!“ Im Minutentakt unterhalten. Mir entlockt es dabei jedes mal ein breites grinsen.

Eine kleines Abenteuer in den Backrooms des Flughafens und einer S-Bahn Fahrt später, finden wir uns im Hotel wieder und schließen gemeinsam in meinem Zimmer den online check-in für Japan ab. Es kann los gehen.

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